PLATZ:schaffen

KUNST | KULTUR | ZUKUNFTSFRAGEN

 

Wir machen uns auf und gestal­ten den (Park-)Platz hin­ter der Kulturetage als einen tem­po­rä­ren Kul­tur­platz — einen leben­di­gen und öffent­li­chen Ort für Kunst, Kul­tur und Zukunfts­fra­gen, auch und gera­de in Pan­de­mie­zei­ten. Ab Mai 2021 fin­den am Wochen­en­den und bei Anbruch der Dun­kel­heit Drau­ßen-Kino und bun­te Vor­abend­pro­gram­me mit Musik, Lite­ra­tur und Klein­kunst statt.

#kulturplatz

Seit dem Euro­pa­pro­jekt „Crea­te City Chal­len­ge – Herz­blut für das Bahn­hofs­vier­tel“ (2009 bis 2012) rea­li­sie­ren wir  über­wie­gend unkom­mer­zi­el­le und sozio­kul­tu­rel­le Mini-Fes­ti­vals, wie “Som­mer im Quar­tier”, das “Bahnhofs1/4Fest” und “Platz­da!” auf dem Platz hin­ter der Kulturetage. Durch die­se gemein­sa­men Pro­jek­te sind wir mit Grün­dung des kreativ:LABORs 2015 mit der Bele­bung des Plat­zes beauftragt.

#kooperation

Im Som­mer 2020 haben wir mit viel Auf­wand und impro­vi­sier­ter Aus­stat­tung ein klei­nes Som­mer­pro­gramm mit ent­spre­chen­den Sicher­heits- und Schutz­maß­nah­men auf dem Platz hin­ter der Kulturetage rea­li­sie­ren kön­nen. Im Rah­men des Arbeits­krei­ses “Coro­na: Wir las­sen uns nicht unter­krie­gen” , bestehend aus kreativ:LABOR, Kulturetage gGmbH, Medi­en­bü­ro e.V. und Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst e.V., wur­den die­se Erfah­run­gen aus­ge­wer­tet sowie Zie­le für den Kul­tur­platz und Anfor­de­run­gen an mobi­les Out­door-Equip­ment formuliert.

#covid-19

Mit COVID-19 und den not­wen­di­gen Einschränkungen des kul­tu­rel­len Ange­bo­tes im Indoor-Bereich hat die Wei­ter­ent­wick­lung der Auf­ent­halts- und Veranstaltungsfläche auf dem Platz hin­ter der Kulturetage eine neue Dyna­mik erfah­ren. Im Hin­blick auf ver­schärf­te Sicher­heits­an­for­de­run­gen haben wir ein zukunfts­wei­sen­des und fle­xi­bles Kon­zept für die Nut­zung des Plat­zes hin­ter der Kulturetage als Open-Air-Spiel­flä­che entwickelt.

#ohnemoosnichtslos

Mit Neu­start Kul­tur hat die Bun­des­re­gie­rung im Som­mer 2020 das Ret­tungs- und Zukunfts­pro­gramm “Coro­na-beding­te Inves­ti­tio­nen: Kul­tur­zen­tren, Lite­ra­tur­häu­ser, Sozio­kul­tu­rel­le Zen­tren” auf­ge­legt, um den Kul­tur­be­trieb und die kul­tu­rel­le Infra­struk­tur dau­er­haft zu erhal­ten. Mit über 90% der Kos­ten geför­dert von der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en und dem Bun­des­ver­band Sozio­kul­tur freu­en wir uns, mit dem Umbau des Kul­tur­plat­zes begin­nen zu können.

#container

Um eine fle­xi­ble Nut­zung des Plat­zes zu gewähr­leis­ten, wird ein 20 ft Con­tai­ner als offe­ner Büh­nen­raum für unter­schied­li­che For­ma­te sowie ein 10 ft Con­tai­ner als Kas­sen­häus­chen, Kiosk und Info­point auf­ge­stellt. Dar­über hin­aus mar­kiert ein mobi­ler Zaun das Kul­tur­are­al in Abgren­zung zu den Park­mög­lich­kei­ten und regu­liert die Besucher*innenführung durch aus­ge­wie­se­ne Ein- und Ausgänge.

#behördengänge

Für die Plä­ne des Zauns haben wir den Metall­bau­meis­ter Hans-Jür­gen Raa­be beauf­tragt. Die­se Plä­ne müs­sen zunächs­te dem Bau­ord­nungs­amt für Leib und Leben vor­ge­legt wer­den, um das gel­ten­de Bau­recht auf dem Platz zu klä­ren. Der Olden­bur­ger Bereichs­lei­ter Mat­thi­as Wag­ner stand uns bera­tend zur Sei­te und hat uns mit wert­vol­len Tipps ver­sorgt. Da die Kon­zep­ti­on des Zauns fest ver­an­ker­ter Boden­hül­sen für einen fle­xi­blen Auf- und Abbau des Gestän­ges vor­sieht, müs­se eine Son­der­ge­neh­mi­gung beim Tief­bau­amt ein­ge­holt wer­den. An die­ser Stel­le beauf­trag­ten wir die Archi­tek­tin San­dra Gie­se mit der Anfer­ti­gung maß­stabs­ge­rech­ter Plä­ne inkl. aller ver­bor­ge­nen Unweg­sam­kei­ten auf dem Platz. Das Tief­bau­amt zeig­te sich bemüht, die Kunst- und Kul­tur­land­schaft nicht hän­gen zu las­sen; jedoch kön­ne eine Geneh­mi­gung nur in Abspra­che mit der Feu­er­wehr hin­sicht­lich des Brand­schut­zes aus­ge­stellt wer­den. Die Feu­er­wehr wies uns an, das Gewicht der Zaunele­men­te zu redu­zie­ren und die Zufahrt auf den Platz zu ver­grö­ßern. Anfang Febru­ar erhiel­ten wir die Zusa­ge, das Pro­jekt umset­zen zu können.

#barrierefreiheit

Lan­ge haben wir gewar­tet bzw. ging es häu­fig nur sehr lang­sam vor­an, doch nun sind wir auf dem bes­ten Weg in Rich­tung eines bar­rie­re­frei­en kreativ:LABORs. Bereits im letz­ten Jahr wur­de der Fahr­stuhl in dem dafür vor­ge­se­he­nen Schacht instal­liert. Nun erhielt der Fahr­stuhl end­lich den letz­ten Fein­schliff. Gleich­zei­tig began­nen die Bau­ar­bei­ten für eine roll­stuhl­ge­rech­te Sani­tär­an­la­ge im 1. OG des Hau­ses. Wir freu­en uns auf vie­le tol­le For­ma­te und Ver­an­stal­tun­gen, wel­che wir auf­gund des Umbaus ermög­li­chen können!

#shopping

Um den Platz opti­mal bespie­len zu kön­nen, sind neben den Con­tai­nern auch ver­hält­nis­mä­ßig klei­ne­re Anschaf­fun­gen vor­ge­se­hen. Uns ist beson­ders wich­tig, dass all die­se Din­ge mobil und fle­xi­bel ein­setzt­bar sind, um Kunst & Kul­tur an unter­schied­li­chen Orten mög­lich zu machen. So haben wir uns mit ande­ren Initia­ti­ven zusam­men­ge­tan, um gemein­sam die­sel­ben Kopf­hö­rer zu bestel­len, damit in Sum­me auch für grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen aus­rei­chend zur Ver­fü­gung ste­hen. Zudem Stüh­le und Tische für pan­de­mie­be­ding­te Pick­nick-For­ma­te; LED-Lich­ter, um den Platz schö­ner zu machen; sowie einen indi­vi­du­ell gestal­te­ten Tech­nik- und Projektionsanhänger.

Hea­der Foto: Jörg Hemmen