Möglichkeits­räume für kreatives Engagement

Das kreativ:LABOR schafft Raum für Pionier*innen – als Experimentierfeld, Arbeitsplatz, Treffpunkt und Plattform für Einzelne, Gruppen, Initiativen, Vereine und NGOs, aber auch für junge Unternehmen, Freiberufler*innen und Berater*innen, die Impulse für gesellschaftlichen Wandel setzen.

Das kreativ:LABOR ist eine Initia­ti­ve der Kulturetage.

Wer hier einen Schreib­tisch oder einen Raum nutzt, wird Teil einer inter­dis­zi­pli­nä­ren Gemein­schaft von akti­ven Macher*innen aus ver­schie­de­nen Berei­chen, Initia­ti­ven und Ver­ei­nen, die Impul­se in den Berei­chen Kul­tur, Sozia­les, Umwelt, Bil­dung und gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lungs­fra­gen set­zen. Es gibt Team­räu­me, Ver­samm­lungs­räu­me, Stil­l­ar­beits­plät­ze, einen Treff­punkt mit Kaf­fee­kü­che sowie tem­po­rä­ren Zugriff auf den Kul­tur­platz.

In dem leben­di­gen, krea­ti­ven und attrak­ti­ven Umfeld wer­den neben Kopf- und Hand­ar­beit auch Koope­ra­ti­ons- und Pro­jekt­tref­fen sowie klei­ne­re Prä­sen­ta­tio­nen, Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen und Work­shops orga­ni­siert.

Susan Mertineit

Seit Ende der 90er in der Kulturetage — mit Herz­blut für das Bahn­hofs­vier­tel und kri­ti­scher Beglei­tung der Stadt­re­pa­ra­tur seit 2008. Leit­li­nie mei­ner Arbeit: Frei­räu­me suchen, fin­den, erhal­ten, schaf­fen. “Nicht nur meckern, son­dern machen!” — gemein­schaft­lich selbst­or­ga­ni­sier­te und unkom­mer­zi­el­le For­ma­te ent­wi­ckeln und dabei immer die Klug­heit besit­zen, sich an Wun­der zu hal­ten (frei nach Mascha Kale­ko).

Seit 2010 schlägt mein Herz­blut für die Schaf­fung eines nie­der­schwel­li­gen und güns­ti­gen Mög­lich­keits­rau­mes und ich stau­ne über das groß­ar­ti­ge Wun­der, das kreativ:LABOR im Juli 2015 eröff­nen zu kön­nen.

Kon­takt

 

Ulrike Schroer

Wäh­rend mei­nes Stu­di­ums habe ich im Ser­vice­team der Kulturetage gear­bei­tet und bin heu­te ein Teil des Mög­lich­ma­che­rin­nen­teams im kreativ:LABOR. Seit­dem beglei­te und betreue ich Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­te, aber auch Ide­en, wel­che hier gespon­nen wer­den. Ich freue mich auf und über akti­ve Mit­ge­stal­tung von Kunst und Kul­tur.

Kon­takt

 

 

Alexandra Meier

Alex­an­dra Mei­er

Kon­takt

Wich­ti­ge Weg­ge­fähr­tin­nen

Aljona Braun

Als Stu­den­tin der Uni Olden­burg habe ich Anfang 2018 mein Prak­ti­kum im kreativ:LABOR begon­nen und bin bis heu­te Teil des Mög­lich­ma­che­rin­nen-Teams. Ich unter­stüt­ze nicht nur im all­täg­li­chen Büro-Wahn­sinn, son­dern küm­me­re mich beson­ders ger­ne um unse­re Nutzer*innen, Coworker*innen und alle Men­schen, die per­sön­lich, tele­fo­nisch oder per Mail im kreativ:LABOR lan­den. Nach Been­di­gung mei­nes Stu­di­ums im Okto­ber 2018 wer­de ich mich — mit einem wei­nen­den und einem lachen­den Auge — neu­en Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Ich bin dank­bar für die tol­le Zeit und einen so wun­der­ba­ren Ort wie das kreativ:LABOR.

Luisa Jansen

 

Alexandra von der Decken

Nach mei­nem Stu­di­um der Kul­tur­ar­beit in Pots­dam und eini­ger Pro­jekt­ar­beit im Feld krea­ti­ver Frei­räu­me, hat­te ich die Mög­lich­keit, auch das kreativ:LABOR gut zwei Jah­re mit­zu­ge­stal­ten. Susan und ich haben gemein­sam das kreativ:LABOR auf den Weg gebracht und einen span­nen­den Mög­lich­keits­raum für Olden­burg geschaf­fen. Ins­be­son­de­re die The­men kol­la­bo­ra­ti­ve Arbeit und Digi­ta­li­sie­rung lagen mir dabei am Her­zen. Seit Juli 2018 wid­me ich mich neu­en Pro­jek­ten der Kulturetage in der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung. Ich bin stolz, ein Teil des kreativ:LABORS gewe­sen zu sein und enga­gie­re mich wei­ter­hin für den Erhalt krea­ti­ver Frei­räu­me. Dan­ke für eine berei­chern­de Zeit.

Was bis­her geschah

Das Olden­bur­ger Bahn­hofs­vier­tel war lan­ge Zeit ein Quar­tier, in dem leer­ste­hen­de Gewer­be­räu­me und Werk­stät­ten zu güns­ti­gen Miet­prei­sen zu fin­den waren. Hier hat­ten sich Künstler*innen, Kul­tur­schaf­fen­de und Initia­ti­ven krea­ti­ve Frei­räu­me geschaf­fen. Doch die attrak­ti­ve inner­städ­ti­sche Lage, Stadt­pla­nungs- und Sanie­rungs­vor­ha­ben und die damit ver­bun­de­ne „Auf­wer­tung“ des Vier­tels lie­ßen Frei­räu­me zuneh­mend ver­lo­ren gehen. Es fehl­te güns­ti­ger, nie­der­schwel­lig zu nut­zen­der Raum für nicht-kom­mer­zi­el­le Kul­tur­ar­beit und Expe­ri­men­tier­fel­der für Ansät­ze einer jun­gen, gesell­schafts­po­li­tisch akti­ven und öko­lo­gi­schen Bewe­gung. Das war der Aus­gangs­punkt für das 2009 ent­stan­de­ne Pro­jekt „Herz­blut für das Bahn­hofs­vier­tel“ – für das sich ein Kreis enga­gier­ter Men­schen aus Kul­tur, frei­er Sze­ne und Ver­wal­tung zusam­men­ge­fun­den hat­te. Gemein­sam ent­wi­ckel­ten wir ein Kon­zept für das zeit­lich befris­te­te „quAR­Tier“, einen von 2009–2012 viel genutz­ten, inter­dis­zi­pli­nä­ren, leben­di­gen Ver­samm­lungs- und Ver­an­stal­tungs­ort.

Die­ser Treff­punkt war Geburts­stät­te viel­fäl­ti­ger Ide­en, Expe­ri­men­te, Initia­ti­ven und Pro­jek­te. Netz­wer­ke wur­den gegrün­det, poli­ti­sche Dia­lo­ge fan­den statt und weit über 50 Work­shops, diver­se Aus­stel­lun­gen, Per­for­man­ces und zwei jähr­lich statt­fin­den­de Fes­ti­vals wur­den umge­setzt. Die Nach­fra­ge, auch von nicht kul­tur- und bil­dungs­af­fi­nen Per­so­nen, nahm ste­tig zu und die Akti­vi­tä­ten, Prä­sen­ta­tio­nen und gemein­sa­men Fes­te erfreu­ten sich gro­ßer öffent­li­cher Beliebt­heit. Die posi­ti­ve öffent­li­che Wahr­neh­mung war bemer­kens­wert. Das Expe­ri­ment „Mög­lich­keits­raum“ ende­te mit dem Abriss des Gebäu­des im Jahr 2012. Der Wunsch und der bestehen­de Bedarf an der Wei­ter­füh­rung eines sol­chen Pro­jekts über­dau­er­ten und wur­den von Krea­ti­ven, Poli­tik und Ver­wal­tung wei­ter ver­folgt.

Akteur*innen, Kul­tur­amt und die Kulturetage unter­nah­men gro­ße Anstren­gun­gen, um das erfolg­rei­che Ange­bot eines „nie­der­schwel­li­gen Mög­lich­keits­rau­mes“ wei­ter bestehen zu las­sen und der jun­gen Sze­ne einen neu­en Treff­punkt zu über­ge­ben.

Im Win­ter 2014 konn­ten der Umbau- und die Reno­vie­rungs­ar­bei­ten im öst­li­chen Teil des Gebäu­de­kom­ple­xes der Kulturetage für das jet­zi­ge kreativ:LABOR begin­nen.