Möglichkeits­räume für kreatives Engagement

Das kreativ:LABOR schafft Raum für Pioniere – als Experimentierfeld, Arbeitsplatz, Treffpunkt und Plattform für Einzelne, Gruppen, Initiativen, Vereine und NGOs, aber auch für junge Unternehmen, Freiberufler und Berater, die Impulse für gesellschaftlichen Wandel setzen.

Das kreativ:LABOR ist eine Initia­ti­ve der Kulturetage.

Wer hier einen Schreib­tisch oder einen Raum nutzt, wird Teil einer inter­dis­zi­pli­nä­ren Gemein­schaft von akti­ven Machern aus ver­schie­de­nen Berei­chen, Initia­ti­ven und Ver­ei­nen, die Impul­se in den Berei­chen Kul­tur, Sozia­les, Umwelt, Bil­dung und gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lungs­fra­gen set­zen. Es gibt Team­räu­me, Ver­samm­lungs­räu­me, Stil­l­ar­beits­plät­ze, einen Treff­punkt mit Kaf­fee­kü­che, und tem­po­rä­ren Zugriff auf den Kul­tur­platz.

In dem leben­di­gen, krea­ti­ven und attrak­ti­ven Umfeld wer­den neben Kopf- und Hand­ar­beit auch Koope­ra­ti­ons- und Pro­jekt­tref­fen sowie klei­ne­re Prä­sen­ta­tio­nen, Netz­werk­ver­an­stal­tun­gen und Work­shops orga­ni­siert.

Alexandra von der Decken

Rück­keh­re­rin. Nach 5 Jah­ren Stu­di­um der Kul­tur­ar­beit in Pots­dam, Ber­lin und Ham­burg, kehr­te ich nach Olden­burg zurück um hier krea­ti­ve Frei­räu­me auf­zu­spü­ren. Schon in mei­ner Diplom­ar­beit unter­such­te ich die Ent­wick­lung und Erhal­tung krea­ti­ver Frei­räu­me am Bei­spiel des Olden­bur­ger Bahn­hofs­vier­tels. Mit der Grün­dung des Frei­feld e.V. und der Umset­zung der Frei­feld Fes­ti­vals 2013 und 2014 war die Visi­on gelun­gen tem­po­rä­re Frei­räu­me zu schaf­fen. Aber wie kön­nen lang­fris­tig Struk­tu­ren für Mög­lich­keits­räu­me geschaf­fen wer­den? All dies und viel mehr möch­te ich im kreativ:LABOR expe­ri­men­tie­ren.

Kon­takt

Susan Mertineit

Seit Ende der 90iger in der Kulturetage — mit Herz­blut für das Bahn­hofs­vier­tel und kri­ti­scher Beglei­tung der Stadt­re­pa­ra­tur seit 2008. Leit­li­nie mei­ner Arbeit: Frei­räu­me suchen, fin­den, erhal­ten, schaf­fen. “Nicht nur meckern, son­dern machen” gemein­schaft­lich selbst­or­ga­ni­sier­te und unkom­mer­zi­el­le For­ma­te ent­wi­ckeln und dabei immer die Klug­heit besit­zen sich an Wun­der zu hal­ten (frei nach Mascha Kale­ko).

Seit 2010 schlägt mein Herz­blut für die Schaf­fung eines nie­der­schwel­li­gen und güns­ti­gen Mög­lich­keits­rau­mes und ich stau­ne über das groß­ar­ti­ge Wun­der das kreativ:LABOR im Juli 2015 eröff­nen zu kön­nen.

Kon­takt

Was bis­her geschah

Das Olden­bur­ger Bahn­hofs­vier­tel war lan­ge Zeit ein Quar­tier, in dem leer­ste­hen­de Gewer­be­räu­me und Werk­stät­ten zu güns­ti­gen Miet­prei­sen zu fin­den waren. Hier hat­ten sich Künstler*innen, Kul­tur­schaf­fen­de und Initia­ti­ven krea­ti­ve Frei­räu­me geschaf­fen. Doch die attrak­ti­ve inner­städ­ti­sche Lage, Stadt­pla­nungs- und Sanie­rungs­vor­ha­ben und die damit ver­bun­de­ne „Auf­wer­tung“ des Vier­tels lie­ßen Frei­räu­me zuneh­mend ver­lo­ren gehen. Es fehl­te güns­ti­ger, nie­der­schwel­lig zu nut­zen­der Raum für nicht-kom­mer­zi­el­le Kul­tur­ar­beit und Expe­ri­men­tier­fel­der für Ansät­ze einer jun­gen, gesell­schafts­po­li­tisch akti­ven und öko­lo­gi­schen Bewe­gung. Das war der Aus­gangs­punkt für das 2009 ent­stan­de­ne Pro­jekt „Herz­blut für das Bahn­hofs­vier­tel“ – für das sich ein Kreis enga­gier­ter Men­schen aus Kul­tur, frei­er Sze­ne und Ver­wal­tung zusam­men­ge­fun­den hat­te. Gemein­sam ent­wi­ckel­ten wir ein Kon­zept für das zeit­lich befris­te­te „quAR­Tier“, einen von 2009–2012 viel genutz­ten, inter­dis­zi­pli­nä­ren, leben­di­gen Ver­samm­lungs- und Ver­an­stal­tungs­ort.

Die­ser Treff­punkt war Geburts­stät­te viel­fäl­ti­ger Ide­en, Expe­ri­men­te, Initia­ti­ven und Pro­jek­te. Netz­wer­ke wur­den gegrün­det, poli­ti­sche Dia­lo­ge fan­den statt und weit über 50 Work­shops, diver­se Aus­stel­lun­gen, Per­for­man­ces und zwei jähr­lich statt­fin­den­de Fes­ti­vals wur­den umge­setzt. Die Nach­fra­ge, auch von nicht kul­tur- und bil­dungs­af­fi­nen Per­so­nen, nahm ste­tig zu und die Akti­vi­tä­ten, Prä­sen­ta­tio­nen und gemein­sa­men Fes­te erfreu­ten sich gro­ßer öffent­li­cher Beliebt­heit. Die posi­ti­ve öffent­li­che Wahr­neh­mung war bemer­kens­wert. Das Expe­ri­ment „Mög­lich­keits­raum“ ende­te mit dem Abriss des Gebäu­des im Jahr 2012. Der Wunsch und der bestehen­de Bedarf an der Wei­ter­füh­rung eines sol­chen Pro­jekts über­dau­er­ten und wur­den von Krea­ti­ven, Poli­tik und Ver­wal­tung wei­ter ver­folgt.

Akteu­re, Kul­tur­amt und die Kulturetage unter­nah­men gro­ße Anstren­gun­gen, um das erfolg­rei­che Ange­bot eines „nie­der­schwel­li­gen Mög­lich­keits­rau­mes“ wei­ter bestehen zu las­sen und der jun­gen Sze­ne einen neu­en Treff­punkt zu über­ge­ben.

Im Win­ter 2014 konn­ten der Umbau- und die Reno­vie­rungs­ar­bei­ten im öst­li­chen Teil des Gebäu­de­kom­ple­xes der Kulturetage für das jet­zi­ge kreativ:LABOR begin­nen.