Raum für Alltagsfeminismus

KOLLEKTIV. FEMINISMUS. GESTALTEN.

 

fem:POWER ist eine Platt­form für Empower­ment, Ver­net­zung und Aus­tausch von Frau­en* aus unter­schied­li­chen Pro­fes­sio­nen, Alters- und Lebens­pha­sen. Wir im kreativ:LABOR wol­len patri­ar­cha­li­sche Struk­tu­ren auf­bre­chen und gesell­schaft­li­chen Wan­del aktiv gestal­ten. Wir wün­schen uns viel­per­spek­ti­vi­schen Aus­tausch und möch­ten auf die­se Art und Wei­se Raum für All­tags­fe­mi­nis­mus schaf­fen, der tra­di­tio­nell ver­an­ker­te Denk­mus­ter hin­ter­fragt und Impul­se für Ver­än­de­run­gen gesell­schaft­li­cher Nor­men setzt.

Wie sieht femi­nis­ti­sche Poli­tik für alle aus? Wofür wol­len wir uns stark machen? – und wie über­haupt? Wie kann dabei unse­re indi­vi­du­el­le Hand­lungs­macht aus­se­hen? 

Wir wol­len dis­ku­tie­ren und durch pro­gres­si­ves Den­ken neue Iden­ti­fi­ka­tio­nen und Hand­lungs­fä­hig­kei­ten ent­wi­ckeln, wel­che die Lebens­wirk­lich­keit und Selbst­wahr­neh­mung von Frau­en* posi­tiv und nach­hal­tig ver­än­dert. Die gemein­sam ent­wi­ckel­ten Ver­an­stal­tun­gen reflek­tie­ren Dis­kur­se und Bedürf­nis­sen von Frau­en* in und um Olden­burg und laden die­se ein, fem:POWER aktiv mit­zu­ge­stal­ten.

 

Was bisher geschah…

 

24. Mai 2018 // “Reg­ret­ting Mother­hood” // Film & Dis­kus­si­on

25. Mai 2018 // “Auf eige­ne Faust” // Pra­xis­work­shop mit Lisa Gabri­el aus Ber­lin

1. Novem­ber 2018 // “Riot not Diet” // Kurz­film & Dis­kus­si­on mit der Fil­me­ma­che­rin Julia Fuhr­mann und der Prot­ago­nis­tin Kris­ti­na Kur­li­co­vá

15. Novem­ver 2018 // “No Body, No Cry?!” // Work­shop über Kör­per­nor­men mit Anni­ka Düh­nen

16. Novem­ber 2018 // “Bloo­dy Fri­day” // The­men­abend rund um die Mens­trua­ti­on

9. Mai 2019 // “PorYes” — femi­nis­ti­sche Kon­zep­te in der Por­no­gra­fie // Film & Dis­kus­si­on mit Ulla “Lexi” Hein­rich aus Ber­lin

16. Mai 2019 // “Plea­su­re Up” // Work­shop rund um Genuss und Lust mit Lisa Prel­ler

19. Mai 2019 // “Clit & Cake” // Nach­mit­tags­ca­fé & Wer­kel­shop mit Lisa Prel­ler und Mari­an­ne Hamm

 

Was erwartet euch?

 

23. Novem­ber // 16 — 19 Uhr // kreativ:LABOR

Stres­sing is Caring?”

Work­shop über Arbeits­be­din­gun­gen und Löh­ne in der Sor­ge­ar­beit
mit der poli­ti­schen Grup­pe risse.im.falschen.film aus Bre­men

Nied­ri­ge Löh­ne, gerin­ge Per­so­nal­schlüs­sel, eine hohe emo­tio­na­le und kör­per­li­che Arbeits­be­las­tung oder Zeit­druck — Selbs­ver­ständ­lich­kei­ten für vie­le Beschäf­tig­te im Care-Sek­tor. Wir haben uns gefragt, wie sich die­se Arbeits­be­din­gun­gen begrün­den las­sen.

Liegt es an einer gerin­gen Wert­schät­zung von Sor­ge- und Pfle­ge­ar­beit? Dar­an, dass es in der Regel „klas­si­sche Frau­en­be­ru­fe“ sind? Kann es am Abbau des Sozi­al­staats, an der Pri­va­tit­sie­rung und mehr Wett­be­werb lie­gen? Ist es sys­te­ma­tisch im Kapi­ta­lis­mus und sei­ner staat­li­chen Ver­wal­tung ver­an­kert?

Am Bei­spiel des Pfle­ge und Gesund­heits­sek­tors — ins­be­son­de­re Kran­ken­haus und ambu­lan­ter Pfle­ge­be­reich — wol­len wir gemein­sam die­sen Fra­gen nach­ge­hen. Der Work­shop ist eine Mischung aus Dis­kus­si­on und Input, bspw. zu den prin­zi­pi­el­len Gemein­sam­kei­ten von Krankenpfleger*innen, Rei­ni­gungs­kräf­ten und Fitnesstrainer*innen. Es ist weder Erfah­rung noch Vor­wis­sen nötig — der Work­shop ist als Ein­füh­rung gedacht.

Kos­ten 5 bis 10 € Selbst­ein­schät­zung

Vor­anmel­dung info@kreativ-labor.org

 

25. Novem­ber // 18 Uhr // cine K

Ama­dor und Mar­ce­las Rosen”

Film von Fer­nan­do León de Ara­no­as

Die Rosen­ver­käu­fe­rin Mar­ce­la lebt mit ihrem Freund in Madrid. Da ihnen das Geld an allen Ecken und Enden fehlt, wird sie die Pfle­ge­rin eines alten Man­nes namens Ama­dor. Das zurück­hal­ten­de und anrüh­ren­de Dra­ma des spa­ni­schen Regis­seurs ist ein fil­mi­sches Puz­zle über Selbst­fin­dung und -behaup­tung.

Ein­tritt 6,50 €

 

27. Novem­ber // 18 Uhr // cine K

Voor de Stil­te”

Doku­men­tar­film von Richard Dols (OmU)

Hos­pi­ze und ambu­lan­te Hos­piz­diens­te sowie Ein­rich­tun­gen der Pal­lia­tiv­ver­sor­gung sind ein wich­ti­ger Teil unse­res Gemein­we­sens. In der letz­ten Lebens­pha­se ist es wich­tig, dass Wünsche und Wer­te von Ster­ben­den respek­tiert wer­den und dass sie selbst­be­stimmt und in Würde Abschied neh­men können.

Was bewegt Men­schen, wenn sie die letz­te Pha­se ihres Lebens errei­chen? Wie gehen sie mit Abschied um? Wie bli­cken sie auf ihre Ver­gan­gen­heit zurück und wie nach vor­ne?

Die Filmemacher*innen bli­cken auf die allgemeingültigen und indi­vi­du­el­len Fra­gen, Frus­tra­tio­nen, Freu­den und Erfah­run­gen schwerst­kran­ker Men­schen in nie­der­län­di­schen Hos­pi­zen. “Voor de Stil­te” zeigt den Zuschauer*innen, was es für ster­ben­de Men­schen bedeu­ten kann, wenn sie Auf­merk­sam­keit und Offen­heit für ihre Geschich­ten und Bedürfnisse erfah­ren.

Befo­re the silence” shows life of dying peop­le in a hos­pi­ce. Seven peop­le sha­re their per­so­nal sto­ry, hopes, belie­ves and reli­gious thoughts. Every per­son deals with their fears and visi­on on the approa­ching death. Through their eyes we learn to think in a dif­fe­rent way about hos­pi­ces and expe­ri­ence how to make the last moments count. During the­se last mon­ths, it appears that life has more to offer to them, than they expec­ted.

Nie­der­lan­de // 2015 // 87 Min., OmU

Ein­tritt 6,50 € // 8 € inkl. “Träu­me habe ich vie­le”

 

27. Novem­ber // 20 Uhr // cine K

Träu­me habe ich vie­le”

Doku­men­tar­film von Miri­am Pucit­ta & Micha­el Chau­vis­tré

In trans­kul­tu­rel­len Gesell­schaf­ten gilt die kul­tur­sen­si­ble Pfle­ge als sub­jekt­ori­en­tier­ter Ansatz, wel­cher indi­vi­du­el­le Lebens­rea­li­tä­ten und Bedin­gun­gen sowohl von Pfle­gen­den als auch Pfle­ge­be­dürf­ti­gen berück­sich­tigt, um die Pfle­ge­be­zie­hung zu ver­bes­sern.

Wir beglei­ten den Prot­ago­nis­ten Julio, der nach dem frühen Tod sei­ner Eltern von Kame­rum nach Deutsch­land auf­brach, um schließ­lich eine Aus­bil­dung zum Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ger in Aachen zu absol­vie­ren.

Der Doku­men­tar­film beleuch­tet den oft inti­men Umgang mit Kran­ken und Ster­ben­den aus einem beson­de­ren Blick­win­kel, wel­cher nicht zuletzt ein tra­dier­tes Selbst- und Fremd­bild zu dekon­stru­ie­ren ver­sucht.

Deutsch­land // 2019 // 51 Min.

Ein­tritt 6,50 €

 

30. Novem­ber // 14 bis 18 Uhr // kreativ:LABOR

For all we Care”

Nach­mit­tags­ca­fé
mit Pflegeschüler*innen & der Selbst­hil­fe­grup­pe Mads and Allies

Das Nach­mit­tags­ca­fé mit Krea­tiv­sta­tio­nen sowie einer Lese­ecke bie­tet Raum für Aus­tausch und Ver­net­zung, aber auch indi­vi­du­el­le Aus­ein­an­der­set­zung über das The­ma Pfle­ge und Care-Arbeit. Dazu gibt es Kaf­fee und Kuchen.

Der Begriff Kranken”schwester” für weib­li­che Pfle­ge­kräf­te ist üblich — doch nie­mand käme auf die Idee, den männ­li­chen Par­al­lel­be­griff eines “Bru­ders” zu ver­wen­den. Seit 2004 lau­tet die kor­rek­te Berufs­be­zeich­nung Gesund­heits- und Krankenpfleger*in — geän­dert hat sich kaum etwas. Die Pflegeschüler*innen kämp­fen gegen struk­tu­rel­le Dis­kri­mi­nie­rung und Sexis­mus im Pfle­ge­all­tag von spe­zi­ell weib­li­chem, aber auch quee­rem Pfle­ge­per­so­nal. Gemein­sam wol­len wir über die­se Erfah­run­gen und all­ge­mei­ne Pro­ble­me im Schul- und Sta­ti­ons­all­tag ins Gespräch kom­men.

Mads and Allies schaf­fen einen Ort der Wert­schät­zung, des Mit­ein­an­ders und der Gebor­gen­heit — für psych­ia­tri­sier­te Men­schen sowie Men­schen, die sich soli­da­ri­sie­ren und ver­bün­den möch­ten. Hier erfahrt ihr, wie ihr Men­schen in see­li­scher Not unter­stüt­zen könnt, aber auch, was ihr für euch tun könnt und wel­che Vor­tei­le es hat, psych­ia­tri­sche Nor­men zu hin­ter­fra­gen.