Solidarisch in der Migrationsgesellschaft // Veranstaltungsreihe
Veröffentlicht am: 08. Oktober 2026
Veröffentlicht in: Veranstaltung
Am 10. Oktober und 3. November finden zwei Veranstaltungen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe statt, die vom Netzwerk „Solidarisch in der Migrationsgesellschaft“ organisiert wird. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus Kulturinstitutionen und Initiativen, die sich gemeinsam für die aktive Gestaltung einer solidarischen Migrationsgesellschaft einsetzen.
Veranstaltung: Zirkusshow & Lesung mit Malak Kadour
Am Samstag, den 10. Oktober, um 18:00 Uhr findet in der Exhalle des Oldenburgischen Staatstheaters eine Circus-Show & Lesung mit Malak Kadour statt.
Kinder und Jugendliche aus der Geflüchtetenunterkunft Blankenburg präsentieren eine Zirkusshow, die sie gemeinsam mit der Zirkusschule Seifenblase entwickelt haben. Ergänzt wird das Programm durch eine Lesung von Malak Kadour, die aus ihrem Buch „Zwischen Hin und Her“ liest und darin von ihren persönlichen Fluchterfahrungen als Kind erzählt. Die Veranstaltung wird ab 10 Jahren empfohlen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und es gibt vor Ort die Möglichkeit, für die bundesweite Online-Beratungsstelle für Geflüchtete »Pena.ger e.V.« zu spenden. Zudem begleitet die Initiative »Nein zur Bezahlkarte Oldenburg« den Abend und bietet Besucher:innen an, Bargeld gegen Einkaufsgutscheine zu tauschen.
Auf der Website des Oldenburgischen Staatstheaters könnt ihr Plätze reservieren:
Solidarisch in der Migrationsgesellschaft | Oldenburgisches Staatstheater
Veranstaltung: Rassismuskritisch auf unsere Strukturen schauen
Am 3. November findet im kreativ:LABOR von 10:00 bis 17:00 Uhr der Workshop „Rassismuskritisch auf unsere Strukturen schauen“ mit Nadine Golly statt.
Wir wollen eine solidarische Migrationsgesellschaft – und engagieren uns als Kulturschaffende, Aktivist:innen und Initiativen dafür, Räume zu öffnen, Perspektiven sichtbar zu machen und gesellschaftliche Veränderung voranzutreiben. Doch was passiert, wenn wir den Blick einmal nach innen richten?
In diesem Workshop wollen wir uns Zeit nehmen, die eigenen Strukturen, Arbeitsweisen und Selbstverständlichkeiten kritisch zu betrachten: Wo begegnen uns Rassismen in unseren Organisationen und Projekten? Welche Leerstellen haben wir? Wer wird gehört, wer entscheidet und wer bleibt außen vor? Und was müssen wir konkret verändern, damit unser Engagement nicht nur solidarisch gemeint ist, sondern auch solidarisch wirkt?
Dabei geht es nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen oder schnelle Antworten zu finden. Wir wollen gemeinsam hinschauen, Irritationen aushalten, voneinander lernen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Denn rassismuskritische Arbeit beginnt nicht erst bei den anderen – sondern auch bei uns selbst und in den Strukturen, in denen wir arbeiten.
Der Workshop richtet sich besonders an Kulturschaffende, Aktivist:innen, sowie Menschen aus Initiativen und Organisationen, die sich für eine solidarische Migrationsgesellschaft engagieren und ihre eigene Praxis und Organisationskultur weiterentwickeln möchten.
Nadine Golly ist Sozialwissenschaftlerin, Kuratorin und Expertin für diskriminierungskritische Bildungs- und Kulturarbeit. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Schwarze Diaspora, Erinnerungskultur, Dekolonisierung und Bildung. Seit vielen Jahren entwickelt und begleitet sie interdisziplinäre Kultur- und Bildungsprojekte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Aktivismus. Sie ist Mitglied des Schwarzen Bildungskollektivs KARFI – für Empowerment und rassismuskritische Bildung.
Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Teilnahmebescheinigung kann ausgestellt werden. Der Workshop ist auf 20 Plätze begrenzt. Information und Anmeldung unter: info@cine-k.de